Freitag, 1. Januar 2021

Der Weihnachtsmann und seine Reichensteuer

In Griechenland wird Weihnachten am 25. Dezember gefeiert, Geschenke gibt es aber erst am Morgen des ersten Januars. Deshalb ist Weihnachten gleichzeitig auch Silvester. Eine besondere Tradition ist der Weihnachts-/Neujahrskuchen „Vassilopita“. In Griechenland ist der Heilige Vassilis der Weihnachtsmann. Im vierten Jahrhundert trieben die Römer, die über das Land herrschten, hohe Steuern ein, die aber von den armen Bauern nicht gezahlt werden konnten. Der damalige Bischof Vassilios wandte sich an die Reichen und überredete sie dazu, aus Solidarität ihre armen Mitbürger zu unterstützen. Sie gaben daraufhin Geld und Schmuck ab und beglichen damit alle Schuld. Als der Präfekt von der Großzügigkeit hörte, war er so gerührt, dass er auf die Steuern verzichtete. Da Vassilios nicht mehr wusste, wem welche Wertgegenstände gehörten, lies er sie in Kuchen einbacken und verteilte die Stücke. So bekam jeder etwas zurück und den Brauch gibt es noch immer. Heute wird allerdings nur eine Münze eingebacken und wer das richtige Stück bekommt hat Glück im neuen Jahr.
 

Und damit: καλή χρονιά! – Frohes neues Jahr!

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